Nominiert ist: Der Querkurs 2021

Mit der Gründung mehrerer neuer Ortsgruppen wurde es höchste Zeit für die Neuauflage eines sächsischen Kurses für Quereinsteiger*innen. Dieser wurde nun sogar für den Jahrespreis der Stiftung Pfadfinden nominiert.

Wir haben es geschafft, rund 25 Teilnehmenden einen Einblick in das zu geben, was unserer Meinung nach das Hobby Pfadfinden im Allgemeinen ausmacht, und gleichzeitig einen Abriss der Besonderheiten unseres Bundes und Landesverbands zu bieten. Der neu konzipierte Querkurs 2021 bestand aus drei Teilen: einem Seminarwochenende, einem Lager und einer Fahrt.

Noch im April haben wir unter Coronabedingungen ein Online-Seminar veranstaltet bei dem sowohl auf Seiten des Teams als auch der Teilnehmenden die Köpfe nur so rauchten. Mit bunter Methodenvielfalt, kleinen Videoschnipseln, einer selbst erstellten Online-Ausstellung und sogar einer eignen Radioshow haben wir einen Schnelldurchlauf durch pädagogische Grundlagen, Pfadfinder*innengeschichte, Strukturen, Methoden und anderes theoretisches Handwerkszeug gewagt. Das ursprünglich in Präsenz geplante Seminar in eine Webveranstaltung umzuwandeln und dabei trotzdem die gleiche Freude zu vermitteln und wenigstens ein bisschen persönliches Kennenlernen zu gewährleisten, hat uns herausgefordert.

Aus diesem Grund haben wir das Lager zwei Monate später ganz unter das Motto „Ausprobieren, Austauschen, Anfreunden“ gestellt. Frei nach dem Grundsatz „Learning by doing“ hat aber nicht nur das Team die Inhalte des Lagers bestimmt. Die Teilnehmenden haben in ihren Stufengruppen (Stammesführung, Meutenführung, Sippenführung) bereits im Vorhinein Programm geplant, dieses vorbereitet und dann auch auf dem Lager durchgeführt. So hatten wir alle die Chance, einmal wieder einen ganzen Vormittag lang Wölflinge zu sein!

Zuletzt folgten im Herbst nun die Fahrten. Viele der Teilnehmenden waren bereits in dem ein oder anderen Kontext auf Fahrt. In diesem zweiten Praxisteil des Querkurses hatten sie jedoch noch einmal die Möglichkeit beides zu sein: Organisator*innen aber auch Teilnehmende. Einerseits konnten sie erfahren, was es bei einer Fahrt an Vorbereitung und Planung zu erledigen gibt, andererseits aber auch nochmal in einem Kreis von mehr oder weniger Gleichaltrigen das Erlebnis Fahrt genießen und einfach mal selbst Ranger*Rover sein, ohne Verantwortung für jüngere tragen zu müssen.

Der Querkurs 2021 hat den Teilnehmenden am Ende in einem wilden Ritt die Möglichkeit gegeben, vieles von dem kennen zu lernen, was unserer Meinung nach Pfadfinden zu einem der allerbesten Hobbys macht. Wer zu Beginn des Jahres noch ein absoluter Neuling war, hat nun hoffentlich die Möglichkeit gehabt, die wichtigsten Fragen nach dem Wie und dem Wieso zu stellen. Wer vorher noch nie Teil eines Stammes oder einer Aufbaugruppe war, fühlt sich nun hoffentlich schon viel fähiger, selbst eigene Gruppen aufzubauen und so zu gestalten, dass vielen anderen das Abenteuer Pfadfinden möglich wird. Wer Pfadfinden bisher nur als Hobby voller Gremiensitzungen und Planungstreffen kannte, hat nun vielleicht ein bisschen mehr von dem Lebensgefühl erfahren, das uns alle immer wieder auf Lager oder Fahrten treibt.

Herzlicher Dank geht an die Stiftung Pfadfinden! Sie unterstützte das Projekt finanziell und nominierte es nun sogar für ihren „Das war Spitze!-Preis“. Mit diesem Anerkennungspreis, bestehend aus einer Urkunde und einem Preisgeld, wird jährlich ein herausragendes Projekt des vorhergehenden Jahres prämiert. Welches der drei nominierten Förderprojekte letztlich ausgewählt wird, entscheidet sich beim diesjährigen Kuratoriumstreffen der Stiftung Pfadfinden am 2. April.

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